Jedem Sportler begegnen sie zwangsläufig früher oder später: Die Sportverletzungen.

Meistens machen wir Bekanntschaft mit Ihnen in den Momenten, in denen wir sie absolut gar nicht gebrauchen können. Das hat seine Gründe.

Aber es gibt Möglichkeiten, diese ungebetenen Gäste so weit wie möglich von unserem Körper fernzuhalten!

Nach dem Motto: Vorsorge ist besser als Schaden auszutherapieren, werde ich versuchen einige Dinge mit Euch zu teilen um Verletzungen so gut wie möglich vorzubeugen.

Die emotionale Einstellung!

Noch vor allen körperlichen Dingen steht die emotionale Einstellung zum Sport: ein gezwungener Körper ist um einiges verletzungsanfälliger, als der Körper eines Menschen, der gerne zum Sport geht. Wenn Du also auf dem Weg zum Training feststellst, dass Du heute – salopp gesagt – überhaupt keine Lust auf Sport hast, dann ist es durchaus in Ordnung, Dir eine Pause zu gönnen. Dies steht auch in direktem Zusammenhang mit den Ausführungen zu „Übertraining und Ruhephasen“. Es kann eine gute Intuition sein, wenn Du Dich zum Sport gezwungen fühlst – denk mal darüber nach, ob Du in letzter Zeit genug Ruhephasen eingebaut hast? Dann kannst Du auch ohne schlechtes Gewissen Deine Ausrüstung für diesen Tag wieder in den Schrank hängen.

Trainierst Du mit der richtigen Ausrüstung?

Apropos Ausrüstung. Ein weiterer Punkt, der nicht zu unterschätzen ist, ist die richtige Ausrüstung. Die ist natürlich von Sport zu Sport unterschiedlich, aber sie sollte mit Bedacht (und guter Beratung) gewählt werden. Ein größeres Augenmerk auf das Schuhwerk zu legen, könnte sich als wichtig und hilfreich erweisen, denn gute Schuhe schützen vor dem Umknicken und federn den Aufprall des Auftretens ab. Sämtliche Sehnenverletzungen, Risse, Überdehnungen im Fuß/Gelenk, können durch das richtige Schuhwerk weitestgehend vermieden werden.

Nimm Dir Zeit zum erlernen einer guten Technik!

Je nachdem, in welcher Sportart Du trainierst, nimm Dir Zeit zum erlernen der Technik. Jeder würde gerne ab Tag 1 Tennis spielen wie Boris Becker, Ski fahren wie Felix Neureuther, Marathon laufen wie … usw.; Aber die Profisportler zeichnet alle aus, dass sie in Ihrem Sport über eine brillante Technik verfügen, die sie sich hart erarbeitet haben. Sie wenden die Bewegungsabläufe an, die sie perfektioniert haben. Sich in komplett unbekannte Bewegungsabläufe zu zwingen und dabei seine Grenzen zu missachten, kann verheerende Folgen haben!

Warm-up und auch Cool-down gehören zu jedem Training dazu…

Bevor das Training so richtig startet, gehört auf jeden Fallein Warm-up auf Deinen Trainingsplan. Dies muss nicht lang sein, etwa 15 Minuten, bis Deine Muskeln erwärmt sind. Genau wie das Warm-up am Anfang des Trainings Deinem Körper hilft, auf Betriebstemperatur zu kommen, hilft der Cool-down am Ende des Trainings, Deinen Körper in die Entspannungsphase überzuleiten. Auch für diesen Cool-down sollte sich ausreichend Zeit genommenwerden.

Verschiedenen Strukturen im Körper brauchen Deine Aufmerksamkeit!

Während des Trainings, ist Achtsamkeit im Bezug auf den Ausgleich zwischen Mobilität (Dehnung) und Muskeltonus unerlässlich. Es gibt verschiedene Strukturen in unserem Körper. Alle brauchen individuell Zeit, sich auf Veränderungen einzustellen. Individuell heißt in diesem Fall von Mensch zu Mensch unterschiedlich und nochmal von Struktur zu Struktur unterschiedlich. Muskeln sind relativ schnell damit, sich anzupassen, heißt in diesem Fall, sich aufzubauen. Sehnen, Bänder, Faszien dagegen sind langsamer und müssen auch „mitgenommen“ werden, um auf lange Sicht erfolgreich zu trainieren.

Legst Du in Deinem Training Wert auf Kraft-Ausdauertraining?

Das Kraft-Ausdauertraining sollte nicht außer Acht gelassenwerden, da die meisten Verletzungen entweder passieren, wenn ein Körper nicht richtig warm ist, oder wenn er überlastet ist. Ein gutes Training im Kraft-Ausdauer-Bereich hilft die Maximalkraft der Muskulatur zu steigern, sodass unser Körper immer belastbarer wird.

Dein Körper und Deine Muskulatur brauchen wichtige Vitalstoffe!

Damit der Körper des Sportlers so effektiv wie möglichtrainieren kann, ist eine gute Versorgung mit Vitalstoffen unglaublich wichtig. Die Muskulatur braucht vor allem Magnesium, Calium und Natrium, um optimalfunktionieren zu können. Außerdem brauchen wir alle – Sportler oder nicht – eine ausreichende Wasserzufuhr. Die Faustregel ist etwa 30 bis 40 ml pro kg. Während des Sports außerhalb dieser Regel noch 1l pro Stunde zusätzlich. Im Folgenden gelangst Du zu einem einfachen Wasserbedarfsrechner: https://www.onmeda.de/selbsttests/wasserbedarf-rechner.html

Vorsicht beim Training mit Infekten oder unter Medikamenten…

Mit Infekt oder unter Medikamenten zu trainieren birgt immerdas Risiko einer Herzmuskelentzündung. Kurier Dich lieber einen Tag länger aus, als einen Tag zu kurz, denn so eine Entzündung ist gefährlich für Deinen Körper und zusätzlich fällt die Trainingspause dann garantiert um einiges länger aus.

Wer mit Freude, Konzentration und Achtsamkeit trainiert, gute Anleitungen bekommt, seine Grenzen respektiert und auf seinen Körper hört, kann das Verletzungsrisiko so gering wie möglich halten!

Quellen:

https://www.ratgeber-muskeln-gelenke-knochen.de : Sportverletzungen vorbeugen

YouTube Kanal Trainingsworld : Vorbeugung und Hilfe beiSportverletzungen

https://www.planet-wissen.de : Sportverletzungen vorbeugen

https://www.akademie-sport-gesundheit.de : Wie viel trinken ist gesund?

IKKBB: Lieber Vorbeugen, statt monatelange Therapien erdulden