Im letzten Blog ging es darum, Verletzungen zu vermeiden. Man kann zum Vorbeugen auch sehr viel tun. Trotzdem bleibt natürlich immer ein Restrisiko und in einem unkonzentrierten, hektischen oder überambitionierten Moment passiert es dann doch: Wir verletzen uns!

Verletzt – was nun?

Jetzt können uns einige Mittel dabei helfen, schnellstmöglich wieder auf die Beine zu kommen – und das im wahrsten Sinne des Wortes! Auch hierbei, wie schon im Blog „Verletzungen vorbeugen“, ist die emotionale Einstellung wichtig. Innerer Druck und Unruhe verlangsamen den Heilungsprozess. Wenn wir uns unter Druck setzen, weil ein wichtiger Wettkampf ansteht, oder wir unseren Ehrgeiz nicht im Griff haben, stehen in der Stesszentrale unseres Gehirns alle Uhren auf „Kampf oder Flucht“, unser Überlebensinstinkt schaltet sich ein. Bei der Ausschüttung eines solchen Stresshormoncocktails, hat unser Körper keine Reserven für so etwas „banales“ wie die Heilung von Verletzungen mehr übrig! Auch wenn es schwer fällt, Ruhe – und zwar innerlich wie auch äußerlich – ist das Wichtigste im Heilungsprozess.

Pech gehabt!

In dem Moment, wenn wir uns verletzen, sollte jeder Sportlerdie P-E-C-H Formel im Kopf haben. Diese Formel ist leicht zu merken und dass nicht nur im Sinne von „Pech gehabt“ – sie bedeutet: Pause – Eis -Compression – Hochlagern!

Bei der Versorgung des Schmerzes mit Eis ist es wichtig, dass das Eis nie in direkten Körperkontakt kommt. Am besten wickelt ihr das Eis vorher in ein Handtuch ein.

Zwiebel- und Quarkwickel sind hilfreiche Freunde…

Es gibt aber noch einige andere Mittel, Schwellungen und Entzündungen zu versorgen. Beispielsweise Zwiebelumschläge. Zwiebeln wirken extrem entzündungshemmend. Diese Umschläge kann man mit Quarkwickeln abwechseln. Für die Quarkwickel mischt Ihr normalen Speisequark mit Kochsalzlösung und lasst diese Mischung mindestens 45 Minuten lang einwirken. Zugegeben, der Geruch ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber das Ergebnis ist sehr gut: Diese Umschläge ziehen das Wasser aus der Schwellung heraus, die Entzündung geht zurück.

Ananas-Enzym: Bromelain als Entzündungshemmer

Wer dieses Enzym noch nicht kennengelernt hat, sollte bei der nächsten Verletzung, Schwellung oder Entzündung unbedingt Bekanntschaft hiermit machen. Das Ananas-Enzym Bromelain wirkt auf natürliche Weise – es ist ein Enzym, welches Eiweiß spaltet und somit wirkt es abschwellend, Muskelentspannend und entzündungshemmend. Es ist ein echter Alleskönner. Ihr könnt natürlich zusätzlich Ananas essen, aber in den Bromelain Tabletten aus der Apotheke ist bis zu 8 Mal so viel Enzym enthalten, wie in einer ganzen Ananas, daher ist es bedeutend einfacher, das Enzym in Tablettenform einzunehmen.

Das Bromelain könnt Ihr auch nehmen, wenn Ihr eine offene Wunde habt, die Wickel und auch das Eis bitte nicht auf offene Wunden auftragen.

Mit effektiver Versorgung der Verletzungen, seid ihr schnellstmöglich auf den Beinen zurück und der nächste Wettkampf kann kommen!

Hals und Beinbruch!

Quellen:

Beipackzettel: Bromelain POS

Die Techniker Magazin: Wie Gehirn und Hormone die Stressaktion steuern

https://www.fitforfun.de : Sportverletzungen

https://www.netdoktor.de : Wundversorgung