Sport – was brauche ich? : Übertraining und Ruhephasen

Du trainierst jeden Tag, kämpfst und bereitest Dich auf einen Wettkampf vor und plötzlich passiert der Albtraum eines jeden Sportlers: Statt bis zum Wettkampf besser und besser zu werden, wirst Du langsam aber sicher schlechter. Erst bist Du vielleicht nur ein kleines bisschen beunruhigt, aber die Unruhe nimmt zu, denn schließlich naht der wichtige Wettkampftag und Du bist nicht auf der Höhe Deiner Kraft. Du bist dem Übertraining zum Opfer gefallen!

Übertraining bedeutet, unser Körper hat keine Regenerationszeit. Es gibt zu wenig Pausen zwischen zwei gleich intensiven Einheiten und der Organismus ist damit überfordert. Es ist das Resultat aus zu hoher Trainingsintensität und zu hohen Trainingsumfängen bei zu wenig Regenerationszeit.

Die Symptome von Übertraining sind vielfältig…

Die Symptome von Übertraining sind vielfältig und von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Leidet der eine an Schlafstörungen, macht es sich bei jemandem anders vielleicht durch Kopfschmerzen oder Infektanfälligkeit bemerkbar. Auch ein zu hoher Ruhepuls kann ein Indiz für Übertraining sein. Bei vielen Sportlern – gerade Leistungssportlern – nimmt auch die Verletzungsdichte zu. Im Normalfall setzt Sport Endorphine frei und wir fühlen uns glücklich. Bei Übertraining kann im schlimmsten Falle sogar ein Burnout, eine depressive Verstimmung oder eine Depression das Ergebnis sein.

Übrigens: Nicht nur Leistungssportler leiden an Übertraining,es gibt auch einige andere gefährdete Gruppen. Die Weekend Warriors zum Beispiel. Dies ist die Gruppe der Menschen, die unter der Woche so eingespannt sind, dass sie nicht zum Sport kommen und am Wochenende dann alles nachholen möchten. In der Regel ist der Körper komplett überfordert, wenn 5 Tage nicht trainiert wird und an 2 aufeinanderfolgenden Tagen jeweils 3-4 Stunden. Auch die Fitness Junkies, die jeden Tag im Fitnessstudio ihre Muskeln trainieren, gehören zu den Menschen, die für Übertraining anfällig sind. Hier ist vor allem auch die Gefahr, dass manche Strukturen im Körper – wie unter anderem das Bindegewebe – sich viel langsamer anpassen. Die Verletzungsgefahr ist hier besonders hoch. Natürlich sind es auch Leistungssportler, die häufig unter Übertraining leiden. Wenn sie vor einem Wettkampf in die „Ich bin nicht mehr so gut wie…“-Falle tappen und dies mit mehr Training zu kompensieren versuchen, erreichen sie oft das Gegenteil.

Um dies vorzubeugen, müssen wir die Belastungs- und die Ruhephasen ausgewogen miteinander verbinden.

Aber was ist denn eigentlich ein ausgewogenes Verhältnis? Dies hängt von mehreren Faktoren ab: Dem Alter, demTrainingszustand und der Trainingsintensität. Zwischen zwei Trainingstagen sollten zum Beispiel immer 1-3 Tage Regenerationszeit liegen, oder andere Schwerpunkte gelegt beziehungsweise in der Trainingsintensität variiert werden.

Ruhephasen sind für unseren Körper wie das Ladekabel für unsere Handys!

Ruhephasen sind für unseren Körper wie das Ladekabel (und der Strom) für unsere Handys. Die Handys hängen wir auch jede Nacht an die Steckdose und unser Körper braucht vielleicht eine etwas längere Ruhephase als nur die Nacht, da wir ihn täglich auch außerhalb der sportlichen Aktivitäten beanspruchen.

Es gibt also die Möglichkeit, ein Übertraining durch einen abwechslungsreichen und ausgewogenen Trainingsplan vorzubeugen. Sollten jedoch trotzdem die Symptome auftreten, gönn Deinem Körper eine Pause, bevor aus leichten Symptomen schwere Symptome werden.

Wenn Du gut auf Dich achtest, kannst Du auch rechtzeitig die Reißleine ziehen.

Quellen:

https://www.hammer.de : Fitnesswissen

YouTube Kanal Formel Froböse: Dr. Ingo Froböse

https://www.marathonfitness.de : Übertraining Symptome erkennen

https://www.footspring.de : Übertraining Symptome erkennen und Ausfälle vermeiden