Was ist dieser Respiratorische Quotient? Seid Ihr ihm schon mal begegnet?

Dieser Wert ist einer der Werte, die mit Hilfe der Spiroergometrie messbar gemacht werden und er sagt aus, wie viel Kohlenstoffdioxid wir ausatmen im Verhältnis dazu, wie viel Sauerstoff wir einatmen!

Da denkt man, man wäre als Sportler die Mathematik endlich los…

und dann begegnen uns die richtig komplizierten Formeln ausgerechnet dann, wenn wir uns Gedanken darüber machen, wie wir unser Training optimieren können. Dieser Quotient wird berechnet, indem man das Volumen von ausgeatmeten Kohlenstoffdioxid durch das Volumen von eingeatmetem Sauerstoff teilt, also den Quotienten ermittelt.

Achtung: Das Ergebnis ist nicht zwangsläufig gleich 1!

Spannender Weise ist das Ergebnis nicht immer gleich 1, was man vielleicht im ersten Moment erwarten würde. Die Ernährung ist ein Punkt, der diesen Quotienten beeinflusst.

Wie ist unser Essen zusammengestellt?

Kohlenhydrate heißen Kohlenhydrate, da sie von der Summenformel her aus Kohlenstoff-, Wasserstoff- und Sauerstoffatomen zusammengesetzt sind.

Nun atmen wir also Sauerstoff ein und atmen Kohlenstoffdioxid wieder aus. Unser Körper verarbeitet aber die Stoffe, die wir ihm über das Essen zugeführt haben mit und dieses überschüssige Kohlenstoffdioxid wird nun ebenfalls über den Atem aus unserem Körper transportiert!

Die Frage, die sich nun stellt ist also vereinfacht ausgedrückt:

Welche Bestandteile sind in unserem aufgenommenen Essen enthalten und wie viel Sauerstoff muss der Körper zur Verarbeitung noch aus der Luft dazugewinnen, um diese auszugleichen?

Der RQ wird kleiner, je mehr Sauerstoff aus der Atemluft noch zusätzlich zur Verarbeitung des Essens gebraucht wird!

Grundsätzlich gelten folgende Richtwerte:

Bei einer reinen Kohlenhydratverbrennung liegt der RQ bei 1,0, bei einer reinen Fettverbrennung bei 0,7 und bei einer Eiweißverbrennung bei 0,8.

Bei Sportlern kommt nun eine weitere Größe dazu: Die Laktatbildung unter Belastung!

Hierbei entsteht nochmals weiteres Kohlenstoffdioxid, welches ebenfalls über die Atemluft ausgeschieden werden muss.

Der Respiratorische Quotient gibt also Aufschluss über die Stoffwechselvorgänge im Körper und über die Ausbelastung eines Sportlers. Unter Belastung sind Schwankungen im Quotienten festzustellen und Leistungssportler erreichen in der Regel einen Wert größer als 1,1 – wobei das Verhältnis von Ausdauer- und Kraftsport eine weitere Rolle für den RQ spielt. Der RQ von Ausdauersportlern ist meist etwas geringer, als der von Kraftsportlern.