Atmen – was tue ich? Zur Leistungsoptimierung

individuelle Potentiale,
die sich auszuschöpfen lohnen

Wer kennt das nicht: Man trainiert laut Universal-Trainingsplan häufig genug und auch „richtig“, aber die verbesserte Leistungsfähigkeit will sich nicht einstellen? Statt sich fitter und besser zu fühlen, wird man immer müder – im Kopf und in der Muskulatur? Das liegt daran, dass jeder von uns ganz unterschiedliche Stärken und Schwächen hat und einen individuellen Bereich, in dem man effektiv trainieren kann. Eben individuelle Potentiale, die sich auszuschöpfen lohnen.

Auch wenn unser Ziel nicht unbedingt die nächsten Olympischen Spiele sind, hat es auch für uns als Hobby-Sportler viele Vorteile unsere „Komfortzone“ unter Belastung auszuloten.  Doch wie funktioniert das eigentlich? Die Spiroergometrie ist ein Verfahren, welches diese individuellen Trainingsbereiche mit Hilfe einer bestimmten Technik aufzeigen kann. Sie bezieht sich auf die Messung verschiedener Parameter in unseren Atemgasen.

Der Zusammenhang der Atemfrequenz, des Atemvolumens, des eingeatmeten Sauerstoffgehalts und des wieder ausgeatmetenKohlenstoffdioxids sind hierbei von zentraler Bedeutung. Dieser Gasaustausch ist lebensnotwendig, die Atmung ist unser Lebenselixier – der Schlüsselpunkt unserer Leistungsfähigkeit. (Siehe auch: Die Lunge)

Sauerstoff und Kohlendixid
sollten sich die Waage halten,
ABER ….

Bei der Einatmung gelangt der Sauerstoff bis in unsereZellen. Dies funktioniert über kleine Blutgefäße, die unsere Lunge umgeben. Sie nehmen den Sauerstoff aus der eingeatmeten Luft auf, um ihn an unsere Zellen weiterzugeben und geben das Abfallprodukt Kohlenstoffdioxid, sozusagen verbrauchter Sauerstoff, wieder zur Ausatmung frei. Optimal müsste sich auch unter Belastung dieses Verhältnis die Waage halten. Dies funktioniert jedochnicht in der Überlastung. Nun ist es den Lungenbläschen nicht mehr möglich, genügend Kohlenstoffdioxid abzugeben. Sie bleiben sozusagen verstopft. Als Folge dessen kann auch nicht mehr genügend Sauerstoff verarbeitet werden. Unsere Muskeln werden nicht ausreichend versorgt, unser System ist völlig überfordert. Nun übersäuert unser Körper und schafft es nicht, seine Leistungsfähigkeit beizubehalten oder gar auszubauen. Hierbei hilft auch keine noch so hohe Motivation.

Mit Hilfe der Spiroergometrie lässt sich der Punkt bestimmen,an dem wir uns genau bis an diese Grenze wagen, sie jedoch nicht überschreiten.So schöpfen wir unser Potential optimal aus, ohne uns zu überfordern und ohne mit Konsequenzen wie Muskelkater, Müdigkeit,oder gar Ermüdungsbrüchen rechnen zu müssen.

Diese Grenzem die aerob-anaerob Schwelle, ist ein veränderbarer Parameter. Jede Messung ist nur eine Momentaufnahme, so wird die optimale Belastungszone im Profisport regelmäßig ausgelotet, da sie sich im Idealfall und bei bewusstem Training kontinuierlich verschiebt.

All das verraten die Atemgase über unser Training, wir müssen nur wissen,
wo wir suchen müssen,
um das Optimum aus uns rauszuholen!