Unser Atemsystem gesund zu halten ist eines der höchsten Güter, um unsere Lebensqualität bis ins Hohe Alter so hoch wie möglich zu halten. Eine weitere respiratorische Krankheit, die ich Euch heute vorstellen möchte, ist Asthma.

Asthma kennen wir alle, zumindest ist es eher in unseren Köpfen, als etwa die respiratorische Krankheit COPD. Aber was bedeutet es eigentlich, Asthma zu haben?

Zwischen 5 und 10 Prozent aller Menschen und 10 bis 15 Prozent aller Kinder, leiden an Asthma. Dabei unterscheiden wir zwischen allergischem Asthma, welches bei Kindern die häufigste Ursache ist und sich teilweise „verwächst“ und dem Asthma Bronchiale, welches die häufigere Form bei Erwachsenen Asthmatikern ist.

Was passiert in der Lunge eines Asthmatikers?

Während Menschen mit einem gesunden Atemsystem die volle Lungenkapazität nutzen können, fällt Asthmatikern das Durchatmen häufig schwer. Das liegt daran, dass die Wege, die zur Lunge führen, einem Dauerreiz ausgesetzt sind. Dadurch verengen und verschleimen sie und Luft kann nicht in dem Umfang in die Lunge – und vor allem wieder aus der Lunge gelangen, wie unser Organismus dies bräuchte. Die Lunge wird die Luft nicht mehr los, der überlebenswichtige Gasaustausch zwischen Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid kann nicht stattfinden!

Das Ergebnis ist eine unangenehme und gefährliche Atemnot!

Zusätzlich zu diesen verengten Wegen in die Lunge, verkrampft die Muskulatur im Brustkorb und drückt diese Wege noch zusätzlich zusammen.

„Es fühlt sich an, wie wenn man nur noch durch einen Strohhalm atmen kann!“

Habt Ihr schon mal versucht, mit einem Strohhalm eine Kerze auszupusten? Der Stress der hier entsteht, verschlimmert die Symptome des Asthmas zusätzlich.

Weitere Faktoren, die das Asthma begünstigen, sind familiäre Vorbelastungen, aber auch Übergewicht, psychische Überlastung, Pollen, Umwelteinflüsse, verunreinigte Luft, Chemikalien, Tabak, Ernährung, Atemwegsinfektionen, übermäßiger Sport oder aber Medikamente wie Ibuprofen oder Aspirin. Es gibt also viel mehr Auslöser, die diese respiratorische Krankheitbegünstigen können, als man vielleicht denken würde.

Medikamente, Auslöser-Vermeidung, Atemtechnik, Sport!

Das sind die Zauberworte! Denn zur Behandlung dieser chronischen Krankheit, die in drei Gruppen, je nach Schweregrad, eingeteilt wird, werden Medikamente verwendet, zudem werden Betroffene angehalten, die Auslöser zu vermeiden, eine gute Atemtechnik zu erlernen und ein gesundes Maßan Sport zu betreiben.

Sport beeinflusst die Lungenfunktion positiv!

Die Dosis macht das Gift. Während zu viel Sport Asthma verschlimmern kann, kann ein speziell angepasstes Sportprogramm dabei helfen, die Lungenfunktion zu erhalten, oder wieder zu erhöhen. Außerdem hat es positive Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit. Bei diesem Sportprogramm kommt es vor allem auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Belastungs- und Erhohlungs- Phasen an. Neben Übungen aus dem Ausdauer und Kraftsport kommen Mobilisierungsübungen, sowie Atemtherapiefrequenzen und Übungen zum Verhalten in Atemnotsituationen hinzu.

Unser Lungensystem gesund zu halten, dass wir unser Lebenselixier- die Luft – in vollen Zügen ein- und ausatmen können, ist der Schlüssel zu unserem höchsten Maß an Lebensqualität!